01.07.99 · See Färingen (Schweden) - See Saebyvatnel (Norwegen) · 87,8 km
 


Am Morgen stellten wir fest, daß wir an diesem See nicht die einzigen waren die wildcampten. Ein paar Holländer hatten auch diese Idee.
Unsere letzten Eindrücke von Schweden waren noch einige kleinere Steigungen, die "Tysk-Salami" in einem Geschäft in Näsinge, und die Tatsache, daß wir das letzte Seewasser wohl nicht richtig abgekocht hatten: Alex Dünnschiss. Dann überquerten wir auf einer 420m langen Brücke, auf der Hannes' Lowridern der enge Radweg zum Verhängnis wurde, den Svinesund in 36m Höhe. Hier hatten wir einen tollen Ausblick auf den Fjord. Am Ende der Brücke stand das Schild "Norge", daß uns eindeutig mitteilte, daß wir nun in Norwegen waren, und somit einen Großteil unserer Tour geschafft hatten. Norwegen hingegen empfing uns weniger freundlich. Wir kamen kaum von der E6 runter, hatten oft Gegen-, bzw. Seitenwind und die Preise waren noch (!) teurer als in Schweden. Daniel verzweifelte mitlerweile an seiner Gangschaltung und wir anderen waren auf der Suche nach einer Karte Richtung Oslo. Über eine hohe Brücke über den Fredrickssund fuhren wir nach Fredriksstadt. Hier konnte man uns im offiziellen Toursit-Info keinerlei Karte geben, sondern schlug uns stattdessen vor mit dem Zug nach Moss zu fahren, um von dort aus mit dem Schiff nach Oslo überzusetzen. Die Menschen hier haben offensichtlich keine Ahnung von einer Radtour! Wir fanden aber doch noch einen Weg aus der Stadt Richtung Oslo.

Wie gut, daß es viele kleine Kirchen auf dem Land gibt, denn die haben immer Trockenklos, ohne die wir doch zeimlich aufgeschmissen gewesen wären. Es regnete heute zwar gar nicht, dafür zogen, ähnlich wie an unserem dritte Tour-Tag immer wieder kleine Gewitter auf. Am Abend campten wir wild an einem See, an dem zwei Spinne mit ihren ferngesteuerten Motorbooten rumfuhren. Als sie verschwunden waren, war es zwar ruhig, aber auf einmal kamen Mücken und kleine Fliegen, die anscheinend vorher durch den Krach abgehalten wurden. Dennis holte sofort sein Anti-Fliegen-Spray heraus und heizte den Viechern ordentlich ein. Dabei stellte sich heraus, das auch Alex, genauso wie die Fliegen, vor dem Spray laut hustend floh. Seit dem war Alex unser Inse(c)kt, was Dennis jederzeit mit seinem Spray gerne ausnutzte. Später begannen wir bis in die Nacht hinein, unsere Tour-T-Shirts zu bemalen.