05.07.99 · Oslo, Oslo - Kopenhagen · 5,2 km
 
 

Am nächsten Morgen hatte sich das Wetter einigermaßen gebessert und wir beschlossen, uns noch die zwei bekannten großen Einkaufshäuser "Oslo-City" und "Steen&Strøm" anzuschauen. Wir kauften noch etwas Proviant ein und schauten zum letzten Mal am Hafen und an den Fruchtständen am bahnhof vorbei. Dann fuhren wir mit dem Bus zum Campingplatz. Nun war es 12.30 Uhr und unser Plan sah wie folgt aus: noch 1 Stunde schlafen, dann langsam zusammenpacken und Zelte abbauen, und gegen 14.45 Uhr den Campingplatz verlassen. Unser Schiff fuhr erst um 17 Uhr, die letzte Check-In-Zeit war 16:40 Uhr. Für den Weg zum Hafen sollte man eigentlich mit dem Rad nur 15 Minuten brauchen. Doch nach ca. 5 Minuten (wir waren gerade am Fuße des Eckebergs) rutschte Hannes' Hinterrad hin und her. "Ein Loch!", obwohl Reifen und Schlauch ganz neu waren. Er muß wohl durch Scherben gefahren sein. So blieb ihm nichts anderes übrig, als den restlichen Weg zum Schiff zu schieben und einen großen Umweg in Kauf zu nehmen. Nur gut, daß wir so ein großes Zeitpolster hatten. Gegen 15.45 Uhr checkten wir dann ein und erfuhren, daß wir erst um 21 Uhr zu unseren gebuchten Pullmann-Sitzen konnten. Insgesamt waren wir aber sofort begeistert von diesem großen Schiff, der MS Crown of Scandinavia. Der Service und die Ausstattung waren echt spitze, wie sich auch später herausstellen sollte. Zuerst setzten wir uns aufs oberste Deck und lauschten einer kleinen Band, die Beatles-Songs zum "besten" (oder auch im Gegenteil!) gab. Später lagen wir abgeschlafft auf Sesseln in der Captain's Bar und schauten aus dem Fenster während die große Fähre langsam durch den diesigen Oslo-Fjord fuhr. Nachdem wir das Schiff erkundet hatten und uns erstmal im Duty-Free-Shop einparfumierten (vgl. 23.06. auf der TT-Line), setzten wir uns in den "Columbus Club". Ab 21 Uhr ging es hier entgegen unseren Erwartungen so richtig los. Das große Bullauge wurde verdunkelt, Lichtanlagen heruntergefahren und ein "DJ" setzte sich in eine kleine technisch hochwertig ausgestattete Kabine. Dann ging es so richtig ab mit Dancefloor und Techno, und wir (besonders Dennis und Hannes wegen der Musik) hatten so richtig gute Laune. Nun schauten wir nicht mehr so richtig auf die Preise und kauften uns ein paar Dosen Faxe. Wir (Dennis, Daniel und Hannes) tanzten bis spät in die Nacht. Der DJ wiederholte ständig die Lieder, wie z.B.: "That Don't Impress Me Much" von Shania Twain, "Mamma Mia" von den Abba-Teens, "Boom Boom Boom Boom" von den Vengaboys, "Summer of 69" von Bryan Adams - unser ABI-Lied - , "Tubthumping" von Chumbawamba und letztlich die norwegische und dänische Hitparade rauf und runter. Zwischendruch spielte der DJ auch Techno und wir hatten so richtig Spaß auf diesem Schiff, auf dem scheinbar nur Norweger fuhren, die mal eben so zum Shoppen nach Kopenhagen wollten. In der Nacht sahen wir draußen den aufsteigenden Mond und - wie auf der ersten Fähre - einen Regenbogen. Erst nach 3 Uhr entschlossen wir uns endlich in die Pullmann-Lounge zu gehen. Dort bevorzugten wir allerdings in unseren Schlafsäcken auf dem Boden zu schlafen, anstatt uns in die engen Pullmannsitze zu quetschen.