Am nächsten Morgen hatte sich das Wetter
einigermaßen gebessert und wir beschlossen, uns noch die
zwei bekannten großen Einkaufshäuser "Oslo-City"
und "Steen&Strøm" anzuschauen. Wir kauften
noch etwas Proviant ein und schauten zum letzten Mal am
Hafen und an den Fruchtständen am bahnhof vorbei. Dann
fuhren wir mit dem Bus zum Campingplatz. Nun war es 12.30
Uhr und unser Plan sah wie folgt aus: noch 1 Stunde
schlafen, dann langsam zusammenpacken und Zelte abbauen,
und gegen 14.45 Uhr den Campingplatz verlassen. Unser
Schiff fuhr erst um 17 Uhr, die letzte Check-In-Zeit war
16:40 Uhr. Für den Weg zum Hafen sollte man eigentlich
mit dem Rad nur 15 Minuten brauchen. Doch nach ca. 5
Minuten (wir waren gerade am Fuße des Eckebergs)
rutschte Hannes' Hinterrad hin und her. "Ein Loch!",
obwohl Reifen und Schlauch ganz neu waren. Er muß wohl
durch Scherben gefahren sein. So blieb ihm nichts anderes
übrig, als den restlichen Weg zum Schiff zu schieben und
einen großen Umweg in Kauf zu nehmen. Nur gut, daß wir
so ein großes Zeitpolster hatten. Gegen 15.45 Uhr checkten wir dann
ein und erfuhren, daß wir erst um 21 Uhr zu unseren
gebuchten Pullmann-Sitzen konnten. Insgesamt waren wir
aber sofort begeistert von diesem großen Schiff, der MS
Crown of Scandinavia. Der Service und die Ausstattung
waren echt spitze, wie sich auch später herausstellen
sollte. Zuerst setzten wir uns aufs oberste Deck und
lauschten einer kleinen Band, die Beatles-Songs zum
"besten" (oder auch im Gegenteil!) gab. Später
lagen wir abgeschlafft auf Sesseln in der Captain's Bar
und schauten aus dem Fenster während die große Fähre
langsam durch den diesigen Oslo-Fjord fuhr. Nachdem wir
das Schiff erkundet hatten und uns erstmal im Duty-Free-Shop
einparfumierten (vgl. 23.06. auf der TT-Line), setzten
wir uns in den "Columbus Club". Ab 21 Uhr ging
es hier entgegen unseren Erwartungen so richtig los. Das
große Bullauge wurde verdunkelt, Lichtanlagen
heruntergefahren und ein "DJ" setzte sich in
eine kleine technisch hochwertig ausgestattete Kabine.
Dann ging es so richtig ab mit Dancefloor und Techno, und
wir (besonders Dennis und Hannes wegen der Musik) hatten
so richtig gute Laune. Nun schauten wir nicht mehr so
richtig auf die Preise und kauften uns ein paar Dosen
Faxe. Wir (Dennis, Daniel und Hannes) tanzten bis spät
in die Nacht. Der DJ wiederholte ständig die Lieder, wie
z.B.: "That Don't Impress Me Much" von Shania
Twain, "Mamma Mia" von den Abba-Teens, "Boom
Boom Boom Boom" von den Vengaboys, "Summer of
69" von Bryan Adams - unser ABI-Lied - , "Tubthumping"
von Chumbawamba und letztlich die norwegische und dänische
Hitparade rauf und runter. Zwischendruch spielte der DJ
auch Techno und wir hatten so richtig Spaß auf diesem
Schiff, auf dem scheinbar nur Norweger fuhren, die mal
eben so zum Shoppen nach Kopenhagen wollten. In der Nacht
sahen wir draußen den aufsteigenden Mond und - wie auf
der ersten Fähre - einen Regenbogen. Erst nach 3 Uhr
entschlossen wir uns endlich in die Pullmann-Lounge zu
gehen. Dort bevorzugten wir allerdings in unseren Schlafsäcken
auf dem Boden zu schlafen, anstatt uns in die engen
Pullmannsitze zu quetschen.
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