06.07.99 · Ankunft in Kopenhagen · 16,4 km
 
 

Das Schiff fuhr gegen 7.30 Uhr in den sehr engen Hafen von Helsingborg ein. Hannes war der einzige von uns, der zu dieser frühen Tageszeit wach war und dieses Schauspiel zu Gesicht bekam. Danach ging die Fahrt der Fähre weiter in Richtung Kopenhagen. Pünktlich um 9.30 Uhr kam die Fähre dort an, und wir beobachteten (jetzt alle!) vom obersten Deck aus, wie sie direkt vor der Amalienborg hielt. Neben einigen ‘Brumschädeln’ waren wir auch nach dieser kurzen Nacht topfit und Hannes reparierte erstmal im Hafen das Loch in seinem hinteren Schlauch. Dann suchten wir zuerst die Touristeninformation auf, in der wir 45 (!) Minuten warten mußten, dann kauften sich Daniel und Dennis noch ein "Hard Rock Café"-T-Shirt (wie in Paris), und alsdann fuhren wir zum Campingplatz, der sich 5 km außerhalb der City befindet. Der war aber sehr teuer (ca. 21,- DM à Person/Tag), und so beschlossen wir nach nicht unkomplizierten Telefongesprächen, eine "Jugendherberge" fast direkt im Zentrum für nur 20 DM pro Nacht zu nehmen. Auf dem Weg dorthin stellten wir erfreut fest, daß Dänemark schon mal viel preiswerter als Norwegen und Schweden ist (die Leverpostej (leberwurstartiges Zeug) für 5 DKK!). Die Jugendherberge nennt sich Sleep-In, und stellte sich als eine alte Turnhalle heraus, die nur durch Pappwände in kleine 6 Personen-Räume eingeteilt wurden. Der Service hier war ganz mies, dafür herrschte eine internationale Atmosphäre und der Preis war sowieso gut. Leider hatte das Sleep-In, indem man am Eingang immer Kondome bekam, erst um 16 Uhr geöffnet, und so waren wir erst gegen 18 Uhr in der Innenstadt. Zuerst gingen wir durch das irrsinnig spannende "Kastellet", dann liefen wir nochmal extra 15 Minuten, um uns die bekannte Meerjungfrau auf dem Felsen anzuschauen. Wer schon mal dort war, kann sich ja denken, wie enttäuschend das war. Aber das Wetter wurde wenigstens immer besser. Am alten Hafen war ein Jazzfestival und auch sonst in der Innenstadt viel los. Uns allen gefiel Kopenhagen sehr gut. Dann kauften wir uns noch ein Soft-Ice und hatten viel Spaß, als ein besoffener Däne halbnackt unbeachtet aller Menschen in einen Brunnen in der Fußgängerzone pinkelte. Gegen 22 Uhr waren wir wieder im Sleep-In (Partypølse!) und freuten uns auf den morgigen Tag, da das Wetter viel besser zu werden schien.