 Wir verliessen
Kopenhagen pünktlich um 10 Uhr, nur leider hatte nach
nur 10 km mal wieder Hannes Rad eine Panne: die
Kette brach! Die provisorische Eigenreparatur brachte
nichts, aber in einem Radshop in der Nähe wurde ihm
umsonst geholfen. Gegen 11 Uhr konnten wir unsere Route
fortsetzen und befuhren die Nationalrouten 4 & 6, die uns durch den
Stadtteil Bröndby (Fußballverein!) führte, und später
die Route Nr. 9, die uns vorbei an Badeorten bis nach Rødby
führen sollte. Wir hatten Superwetter, und der Radweg
war wunderschön. Denn er zeigte uns die malerische Seite
an Dänemark: Strände, kleine Dörfer mit Rosenbüschen,
Sonne und Pølse. Kurz vor 6 Uhr (wir waren heute schon
fast 100 km gefahren) verließen wir den Radweg, um in
Fakse einen Brauereibesuch in der fast gleichnamigen
Brauerei, der bekannten FAXE - Brauerei, zu machen.
Obwohl keine Besuchszeiten waren, führte uns ein
freundlicher Mitarbeiter (nachdem wir
lieb gefragt hatten: "any broken cans?")
in einen Raum, schloß ein Faß an und sagte: "Drink
as much as you want, but I have to go!". Es war sehr
heiß gewesen an diesem Tag, wir hatten wenig getrunken
und gegessen, und so schütteten wir gierig das kühle
kostenlose Faxe in uns hinein. Natürlich waren wir
schnell total zu und bekamen nichts mehr auf die Reihe.
Die schiefen scharfen Fotos zeugen von dem Spaß, den wir hierbei
hatten. (Alex Schuh landete immer wieder im Baum!) Wir sahen uns nicht mehr in der Lage
weiterzufahren, und so gab es für Hannes nach elf Jahren
ein Wiedersehen mit der Jugendherberge Fakse. Leider
hatten wir alle nicht mehr viel Geld, aber die
Herbergsmutter machte uns einen sehr fairen Preis und ließ
uns für umgerechnet nur 17 DM à Person übernachten.
Hier duschten wir erstmal ausgiebig, aßen, spielten Fußball,
lasen erschrocken von einem Brand auf einer Ostseefähre
("Pr. Ragnhild", die Hannes noch in Oslo
fotografiert hatte) und ließen den Abend am
Kalksteinbruch, der hinter der Jugendherberge lag, mit
einem letzten Schluck Faxe und unserer "Siegerzigarre"
ausklingen.
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