Morgens um 5 Uhr wurden
wir durch stärkste (!) Regenschauer geweckt, so daß wir
nur hofften, daß die Zelte dicht halten würden. Gegen 9
Uhr sahen wir dann auf ein Mal überraschenderweise die
Sonne am Himmel. Langsam standen wir auf & packten unsere
Zelte zusammen. Dabei fanden wir direkt vor den Zelten
große Wasserseen (etwas auf dem Foto zu sehen), letzte
Zeugen von der Regen-Nacht.
Dann frühstückten wir und gingen ersteinmal
einkaufen, so daß wir Varberg erst gegen 12:30 Uhr
verließen. Unser Weg führte uns entlang einer Bahnlinie
durch recht flaches Land. Dabei wurde Daniel's
Tigges-Fahrrad zunehmend zu einem Problem, da die
Schaltung nicht mehr mitmachen wollte. Später
beratschlagten wir, heute bis kurz vor Göteborg zu
fahren, an einem See wild zu campen (allein schon
deswegen, da die bisherigen Unterkünfte recht teuer
waren), und dann morgen nach Göteborg, dem ersten unser
3 Ziele (Götebog, Oslo, Kopenhagen) reinzufahren. Auf
dem Weg trafen wir auf schrecklich viele Golfplätze und
mussten einen sogar durchqueren, da der Fahrradweg
hindurchführte. Danach machte an einer kleinen Steigung
Alex' Kette mal wieder schlapp und die Flasche ließ er
auch fallen (wie man auf dem Foto unten
erkennen kann). Nach einem kleinen Abendessen in Anneberg
mit "Lantfallukorv" + Tomatensoße und
"French Fries", suchten wir kurz hinter
Älvsåker nach dem See, an dem wir wildcampen wollten.
Nach ca. 6km Umweg und viel Nachfragen fanden
wir den See und baten bei einem Bauern um Erlaubnis dort
zu campen, da der See für schwedische Verhältnisse
nicht ganz einsam, sondern eher sehr bewohnt war. Er
erlaubte uns sogar an seinem privaten Badesteg zu zelten.
Mehr oder weniger verzweifelt versuchen wir noch
erfolglos, Daniels mal wieder kaputte Gangschaltung
(vergleiche Paris-Tour 98) zu reparieren. Der kleine See
war sehr schön und ruhig und so gönnten sich Hannes und
Alex noch ein Bad im recht warmen See. Hier waren
übrigens das erste Mal darauf angewiesen den Wald als
Toilette zu benutzen.
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