02.07.98 · Signy-l'Abbaye - Laon · 84,3 km
 


Morgens um 8 Uhr weckte uns der Campingplatzvermieter indem er ca. 5 cm neben unseren Zelten den Rasen mähte. Wir standen auf, gingen duschen, der "Rasenmähermann" fuhr hinter uns her. Wir bauten die Zelte ab, und er nervte uns weiter, er fuhr immer mit seinem Rasentraktor ein Meter neben unseren Zelten, Taschen und Fahrrädern her, bis wir bezahlten, dann fuhr er endlich wo anders hin. Gegen 10 Uhr fuhren wir weiter, unser heutiges Ziel war Laon. Vergeblich suchten wir vormittags an diesem schönen Tag nach einem Laden um etwas einzukaufen, denn wir hatten kein Frühstück. Bis Mittags, als bis 13 Uhr, fanden wir aber leider keinen Laden (Die Geschäfte in Frankreich haben alle strikt von 13 - 15 Uhr geschlossen !). Kurz hinter Fraillicourt (hier war die Landschaft bereits ganz flach) hatten wir die Ardennen auch offiziel verlassen: Der Grenzstein der Departements Ardenne und Aisne lag am rechten Wegesrand. Obwohl die Berge überstanden waren, bekam Daniel jetzt immer mehr Probleme mit seiner Gangschaltung, die nun vollständig ihren Geist aufgab. Dieser Reisetag war übringens auch kulturell sehr interessant: So sahen wir uns Kathedralen in Rocquigny und Montcornet sowie die Wallfahrtskirche von Lièsse an. Dies waren sehr große Kirchen, die aber in nur sehr kleinen Dörfern liegen. Am Spätnachmittag sahen wir dann Laon: Mitten in einer flachen Landschaft erhob sich ein Hügel, auf dem oben die Altstadt von Laon lag. Wir fanden einen Multi - Kulti - Campingplatz. Auch hier zelebrierten wir wieder unser Ritual: Kaum die Zelte aufgebaut, schon wurden Schuhe und Strümpfe ausgezogen und unser Abendessen ausgepackt: Baguett, Camenbert, Bresso, Paté du foie und Hartwurst, dazu Cidre Brut oder ordinäres "Brauburger".