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Zuerst wollen wir heute Butangas mit der Euronorm-Öffnung kaufen. Leider
gab es die in Frankreich nur sehr selten. Dann fanden wir aber schließlich
die Gasampulle in einem Geschäft am Rande der Stadt und beschlossen,
uns auch noch eine Hartwurst im Angebot (9 FF) zu kaufen. Die Kassiererin
meinte aber, die Wurst würde 32 FF kosten, und so mußte erstmal
alles stoniert werden. Hinter uns bildete sich an der Kasse schon eine
lange Schlange und manche Franzosen schimpften. Als wir dann wieder
draußen waren, letztendlich ohne Hartwurst, verbesserte sich das Wetter.
Der heutige Tag führte uns durch Heidelandschaften und den Wald von
Compiègne. Vorbei an kleinen Dörfern mit ungewöhnlichen Namen (Pris-au-bac)
erreichten wir am Nachmittag Compiègne , die Stadt, in der das Aldegrever-Gymnasium
eine Partnerschule hat. Paris war nun zum Greifen nah: Noch zwei Tagesetappen
(oder sogar nur noch eine) trennten uns von unserem Ziel. Der Campingplatz
war übervölkert von holländischen Fußballfans, die nach niederlädischen
Viertelfinalsieg gegen Argentinien fast völlig ausflippten. Auch
der Campingplatzvermieter war sehr lustig: Als wir uns anmeldeten rief
er irgendetwas
und ein Stoffaffe fing an Fußballlieder zu singen. Leider
war auch auf diesem Campingplatz die Fußpilzgefahr in den Duschen sehr
hoch. Am Abend schauten wir uns in einer Bar das Spiel BRD - CRO (0:3)
an. So wurde dieser Abend der Tiefpunkt unserer Tour: Unser Traum, nächsten
Dienstag in Paris auf den Champs-Elyseés das Halbfinale F-BRD zusammen
mit ein paar zehntausend Menschen zu sehen, zerbrach innerhalb von 90
Minuten. Wir waren sehr enttäuscht und redeten fast den ganzen Abend
nicht mehr. Die Franzosen und Holländer auf dem Campingplatz freuten
sich natürlich über das deutsche Ausscheiden. *schnief*
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