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Wir fuhren
erst um 11.30 Uhr los, und obwohl der Himmel bedeckt war, war es sehr
schwül. Heute war der erste, sehr anstrengende Tag in den belgischen
Ardennen! Wir befuhren am Vormittag eine "Schlösser-Route"
und erreichten gegen 16 Uhr Liège (Lüttich), laut dem Reiseführer die
fahrradunfreundlichste Stadt Belgiens. Dies merkten wir schnell, den
bereits am Vorort Jupiler - sûr - Meuse (hier wird das berühmte belgische
Bier gebraut) fanden wir fast nur noch Straßen, die
für Fahräder gesperrt waren. Um 17 Uhr hatten wir dann Liège hinter
uns gelassen und fuhren vorbei an auskunftskargen Belgiern
nach Tilff zur Jugendherberge. Aber wie schon in Aachen konnten wir
die JH auch hier nicht benutzen, da man sich für
eine Nacht im 20 km hinter uns liegenden Liège anmelden mußte. Also
nahmen wir einen Campingplatz mit einer alten Hexe
als Vermieterin und einer Steigung von ca. 10 %: In der Nacht rutschten
wir in unseren Zelten immer wieder herunter. Tilff,
ebenfalls an der Meuse gelegen, war eine nette Kleinstadt. Abends aßen
wir unsere ersten Friture und ich eine Frikandel,
dann schauten wir uns noch in einer Kneipe das Spiel Nigeria - Dänemark
(1:4) an. Als wir abends auf einer Brücke
über der Meuse standen, sahen wir die Ardennen. Die Landschaft sah hier
schon ganz anders aus als in der Soester Börde,
deswegen hatten wir das erste Mal das Gefühl, ein Stück auf unserem
Weg nach Paris geschafft zu haben.
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