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Wir schafften so gut wie Nichts am zweiten Ardennen - Tag. Der Himmel
war bedeckt, und die Temperaturen fielen weiter, es war jetzt nur noch
ca. 15°C (das im Hochsommer !). In Hamoir fragten wir ein älteres Ehepaar
nach dem Weg nach Barvaux . Sie
waren die ersten dummen Belgier und antworten uns, nachdem sie auf unsere
schwerbeladenen Räder schauten: "Tout-à-droit
(dt:geradeaus), mais il y a un famouse montagne. HÄ HÄ HÄ HÄ !".
Sechzig Minuten vor dem deutschen Achtelfinale
waren wir mitten auf dem Land und noch ca. 20 km von der nächsten größeren
Stadt La Roche - en - Ardenne entfernt.
Hier gab es weder Fernsehen noch eine Übernachtungsmöglichkeit. So fuhren
wir auf gebirgigen Straßen die 20 km in
nur 50 Minuten (!!!), suchten in LReA schnell einen Campingplatz, bauten
in "Bundeswehrmanier" unsere Zelte auf und
fuhren in windeseile in die Stadt. Als wir in einer Kneipe mit einer
unfreundlichen Kellnerin endlich einen Fernseher fanden, hatte das Spiel
erst seit fünf Minuten begonnen. Die zweite Halbzeit schauten wir uns
dann in einer anderen Bar an, in der wir ein
exquisit klingendes "Croque Monsieur" bestellten, und einen
labrigen Toast mit einer Salatscheibe bekamen. Nach dem Spiel
(2:1 gegen Mexiko dank Oliver Bierhoff) aßen wir auf unserem Campingplatz
Abendbrot. Der Campingplatz war sehr schön gelegen: Er lag in einer
kleiner Waldschneise, die rechts von einem Berg, und links von dem Fluss
Ourthe begrenz wurde.
Um 21 Uhr schauten wir uns dann in einer anderen Kneipe das Spiel Niederlande
- Jugoslawien (2:1) zusammen mit ca. 40 durchgeknallten Holländern an.
Jedesmal, wenn ein Fan im Stadion auf einer Trompete blies, riefen alle
Holländer "Aanverooij".
Da sich Belgien insgesamt als teures Camperland erwieß, dachten wir,
daß wir etwas sparen könnten, und tranken während der gesamten 110 Minuten
nur ein (!) 0,3 l Jupiler - Bier. Als wir wieder auf dem Camping
ankommen waren, mußten
wir erschrocken feststellen, daß es auch hier kein Toilettenpapier gab.
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